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Yoga



Bei uns ist Yoga meist als eine Wellness-Sportart, eine Art Gymnastik, bekannt. Ursprünglich ist es aber eine philosophische Denkweise, die geistige und körperliche Übungen gleichermaßen umfasst. Das Wort Yoga bedeutet in Sanskrit "Joch", was besagt, dass man mit Yoga Körper und Geist im Zaum halten kann.

Yoga steht auch eng in Verbindung mit der Meditation, die von den Yoga-Übungen, vor allem den Atemübungen, unterstützt und gefördert wird. Anfänglich war Yoga auch ausschließlich ein Mittel zum Zweck, es sollte bei der Meditation helfen, die die Erleuchtung zum Ziel hatte. Die einzelnen Yoga-Übungen dienten dazu, den Körper so zu stärken, dass er länger im klassischen Lotossitz der Meditation verharren kann.


Erst später wurde der Wert der Übungen – der Asanas – für den Körper erkannt. Die Asanas wurden weiterentwickelt, und inzwischen haben sie zumindest bei uns einen höheren Stellenwert als die geistigen Elemente des Yoga.


Die dem Yoga zu Grunde liegende Philosophie beruht auf den Lehren des Hinduismus und des Buddhismus. Es hat sich aber so gut verbreiten können, weil es nicht im Gegensatz zu anderen religiösen Ansichten steht, dafür aber viele Parallelen zu anderen Religionen hat. Yoga kann also von jedem praktiziert werden, ohne seine jeweilige Gottheit zu beleidigen oder seine Glaubensgrundsätze zu verleugnen.


Yoga verkörpert sehr gut den ganzheitlichen Ansatz, der dem Westen als das Wesen der asiatischen Lebenslehren und Heilmethoden erscheint. Gerade dieser ganzheitliche Ansatz fehlt vielen von uns doch so sehr, vor allem in der klassischen Schulmedizin. Yoga dagegen will Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Dazu werden körperliche Übungen, Atemübungen, Entspannung und Meditation kombiniert.


Wichtige Begriffe beim Yoga sind Asanas, Mantras, Mudras und Chakren.


Asanas sind die körperlichen Übungen beim Yoga. Anders als bei Gymnastik handelt es sich dabei nicht um Bewegungen, sondern um Körperhaltungen, die aber sehr bewusst eingenommen und auch wieder aufgelöst werden müssen.


Mantras sind Meditationsworte oder –silben. Sie können gesprochen, gesungen oder auch nur gedacht werden. Sie sollen während der Meditation dazu beitragen, spirituelle und geistige Energien freizusetzen.


Mudras sind bestimmte Handgesten, die in Hinduismus und Buddhismus vorwiegend symbolische Bedeutung haben. Beim Yoga sollen sie aber auch direkten Einfluss auf den Körper nehmen und den Energiefluss fördern.


Chakren sind Energiezentren, die den die Energie des Körpers und des Astralkörpers verbinden. Sie sollen entlang der Längsachse des Körpers angeordnet sein. Erst wenn alle jedes einzelne Chakra vollständig geöffnet ist und die Energie ungehindert fließen kann, ist der Mensch vollständig erleuchtet.