Homöopathie
Die Homöopathie wird von vielen der Esoterik zugeordnet, vor allem von Wissenschaftlern. Sie verweisen darauf, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass das grundlegende Prinzip der Homöopathie überhaupt wirken kann.
Viele Menschen halten die Homöopathie auch für das gleiche wie Pflanzenheilkunde, was aber schlichtweg falsch ist. Von Ärzten wird die Homöopathie als eine Methode der Alternativmedizin bezeichnet.
Grundprinzip der Homöopathie ist es, "Ähnliches mit Ähnlichem" zu heilen. Das bedeutet, dass für die Behandlung einer Krankheit die Arzneimittel verwendet werden, die beim gesunden Menschen die gleichen Symptome auslösen wie die Krankheit selbst. Daher kommt auch der Name Homöopathie: vom Griechischen homoios, "gleich, gleichartig", und pathos, "Leiden".
Die verwendeten Substanzen aus Pflanzen, Tieren, Mineralien oder chemischen Elementen, viele davon auch giftig, werden für die Herstellung von homöopathischen Mitteln potenziert, das bedeutet in diesem Fall: verdünnt. Für Tinkturen werden sie im Verhältnis 1:10 oder 1:100 immer wieder verdünnt, für die bekannte Globuli, kleine Kügelchen, mit Milchzucker verrieben.
In manchen Potenzierungen sind keine messbaren Spuren des jeweiligen Wirkstoffs enthalten, weshalb Wissenschaftler auch davon überzeugt sind, dass Homöopathie nicht wirken kann. Homöopathen selbst werden auf diese Weise unerwünschte Nebenwirkungen ausgeschlossen, die Wirksamkeit bleibt jedoch erhalten, weil die Ausgangssubstanz ihre Informationen an das Trägermedium übertragen hat. Für diese Übertragung ist es wichtig, den Anleitungen für das Verschütteln oder Verreiben genau zu folgen.
Oft kommt es bei der Einnahme von homöopathischen Mittel zur – durchaus gewünschten – Erstverschlimmerung. Das heißt, dass die Beschwerden erst einmal schlimmer werden, bevor eine deutliche Verbesserung eintritt. Daran sieht der Homöopath, dass er das richtige Mittel angewendet hat.
Die Auswahl des richtigen Arzneimittels ist eine echte Kunst. Der Therapeut befragt und beobachtet den Patienten dazu sehr eindringlich. Körperlicher und geistiger Zustand sind dabei gleich wichtig. Den Symptomen entsprechend wird ein Mittel ausgewählt, das je nach Schwere und Dauer der Krankheit bzw. der Beschwerden nur ein einziges Mal oder über längere Zeit regelmäßig eingenommen werden muss.