Feng Shui
Unter Feng Shui ("Wind und Wasser") versteht man eine Art praktische Anwendung von Philosophie. Es wird versucht, die Menschen mit ihrer Umwelt in Einklang zu bringen, genauer gesagt die Geister, die allem in der Umwelt innewohnen, dem Menschen gewogen zu machen.
Zu diesem Ziel werden die Lehren des Feng Shui bei der Planung und Einrichtung von Häusern, Wohnungen und Gärten angewendet. Negative Energie soll sich nicht festsetzen können, aber positive Energie soll frei durch die Räume bzw. den Garten fließen können.
Feng Shui basiert auf gleich mehreren Prinzipien: auf der Balance von Yin und Yang, auf der Lehre von den fünf Elementen Erde, Feuer, Metall, Wasser und Holz, und auf den acht Trigrammen (Bagua), Orakelsymbole, die zu verschiedensten esoterischen und mystischen Zwecken eingesetzt wurden.
Die Lehre von Wind und Wasser beeinhaltet aber nicht nur, wie man bei uns oft meint, die Anordnung von Möbeln im Raum. Es beginnt schon bei der Auswahl des geeigneten Bauplatzes und der Platzierung des Hauses auf dem Grundstück (was bei uns natürlich weitgehend vom Bauplanungsrecht übernommen wird). Diese sorgfältige Planung gilt auch übrigens für die Errichtung von Grabstätten!
Für alle Feng-Shui-Planungen wird der spezielle Kompass Lo Pan verwendet, mit dessen Hilfe unter Einberechnung anderer Daten, wie etwa dem Geburtstag des Bauherren bzw. Wohnungseigentümers und der Gegebenheiten des Grundstücks oder der Wohnung die günstigste Aufteilung berechnet wird.
Stärken und Schwächen des vermessenen Hauses – bezogen auf die jeweilige Person – werden erkannt und können durch geschickte Planung betont bzw. ausgemerzt werden. Prinzipiell wird also versucht, das Gleichgewicht von Yin und Yang zu bewahren, oder nötigenfalls wieder herzustellen, und zwar immer im Hinblick auf die Bedürfnisse des Kunden. Oft geht dies mit einem schönen, ansprechenden Endergebnis einher – wahrscheinlich auch deshalb ist eine inzwischen leicht verwässerte Art des Feng Shui auch bei uns beliebt geworden.